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Vitamin D – 5 Riskofaktoren für einen Vitamin D-Mangel

Heute möchte ich dich für ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit Vitamin D sensibiliseren. Konkret geht es heute um die häufigsten Risikofaktoren im Zusammenhang mit einem Vitamin D-Mangel.


Wie du vermutlich bereits weißt ist ein erheblicher Großteil unserer Bevölkerung von einem Vitamin D-Mangel betroffen.

Dieser Mangel findet in der Regel in der Herbst- und Winterzeit seinen Höhepunkt, womit wir auch bereits bei dem ersten und größten Risikofaktor angelangt wären.


1. Die fehlende Sonneneinstrahlung in der Herbst- und Winterzeit

Unser Körper bildet Vitamin D normalerweise durch die Sonneneinstrahlung über die Haut. In biochemischen Prozessen wird das Vitamin D dann weiter in der Leber zum Calcidiol (25 OH-Vitamin D) und dann weiter in der Niere zum Calcitriol (1,25 OH2 Vitamin D) verstoffwechselt.


Um nun aber ausreichend Vitamin D durch die Sonne in unserer Haut bilden zu können benötigen wir die UVB-Strahlung der Sonne.

Im Herbst und Winter (September bis März) ist diese jedoch bei uns zu gering, sodass keinerlei Vitamin D gebildet werden kann, sodass hierdurch über die Herbst- und Wintermonate bei nahezu allen Menschen, die kein Vitamin D supplementieren im Frühjahr ein eklatanter Mangel im Blutbild nachweisbar ist.


Praxistipp:

Die Vitamin D-Bildung über die Haut ist in der Regel möglich, sobald der UV-Index bei mindestens 3 liegt.


2. Der Aufenthalt in geschlossenen Räumen und unsere Bekleidung

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Risikofaktor für einen Vitamin D-Mangel, auch in der Sommerzeit, liegt darin begründet, dass die meisten Menschen sich den Großteil ihres Tages  während der Sonnenstunden in geschlossenen Räumen (Büro, Auto, Wohnung etc.) aufhalten.


Darüber hinaus trägt unser moderner Kleidungsstil ebenfalls zur Vitamin D-Mangelsituation bei, da wir meist unsere Extremitäten bedeckt halten und so ebenfalls keine ausreichende Vitamin D-Bildung über die Haut stattfinden kann.


3. Übergewicht

Übergewicht ist ein weiterer Risikofaktor für einen Vitamin D-Mangel. Zum Einen benötigen übergewichtige Menschen deutlich mehr Vitamin D als Normgewichtige, da sie über mehr Körpermasse verfügen und das Vitamin D sich hier in größerem Maß verteilen muss und zum anderen neigen Menschen mit Übergewicht auch vermehrt dazu, sich aus Scham oder Unwohlsein mit Kleidung zu bedecken. Hierdurch wird wiederum die Vitamin D-Synthese in der Haut verhindert.


Darüber hinaus fördert auch chronischer Stress die Entwicklung von Übergewicht, da durch diesen Stoffwechselvorgänge im Körper verlangsamt und entzündliche Prozesse begünstigt werden können.
In diesem Zusammenhang ist also neben einer ausgewogenen Ernährung auch auf eine gute Versorgung mit ausreichend Mikronährstoffen wie z.B. Vitamin D als entzündungshemmendes Vitamin zu achten.


4. Rauchen

Einen weiteren Risikofaktor für Vitamin D-Mangel stellt das Rauchen dar.

Durch das Rauchen wird im Körper Vitamin D zerstört. Darüber hinaus entstehen beim Rauchen eine Vielzahl freier Radikale.

Freie Radikale sorgen dafür, dass unsere Zellen angegriffen werden. Haben wir zu viele freie Radikale in unserem Körper begünstigt dies Entzündungen und Stoffwechselstörungen.


Um uns vor freien Radikalen zu schützen helfen uns sogenannte Antioxidantien. Das bekannteste Antioxidans ist Vitamin C, welches durch das Rauchen ebenfalls vermehrt verbraucht wird.

Neben dem Vitamin C gibt es aber auch noch weitere hochpotente Antioxidantien wie z.B. das Astaxanthin oder auch das L-Glutathion bzw. dessen Vorstufe NAC.


5. Medikamenteneinnahme

Bestimmte Medikamente können ebenfalls zu einem Vitamin D-Mangel beitragen bzw. diesen begünstigen.

So wird beispielsweise bei der Einnahme von Cortisonpräparaten sowie auch bei der Einnahme von Antiepileptika ein bestimmtes Enzym des Vitamin D-Stoffwechsels abgebaut, sodass es hierdurch mittelfristig zu einem Vitamin D-Mangel und in der Folge langfristig zu Problemen im Knochenstoffwechsel kommen kann.

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Vitamin D – Immunstark und entspannt durch die Winterzeit

Heute möchte ich dir in Kurzform erläutern, warum wir insbesondere in der nasskalten Jahreszeit auf eine ausreichende Vitamin D- Zufuhr angewiesen sind. Darüber hinaus erfährst du etwas über die vielfältigen immunstärkenden Effekte des Vitamin D und weshalb es in der Herbst- und Winterzeit häufiger zu emotionalen Verstimmungen und Depressionen kommt.


Also los geht´s...

Über Vitamin D hört man in den Medien immer sehr viele unterschiedliche Meinungen und Haltungen. Die einen sagen Vitamin D sei gesundheitsschädlich, die anderen sagen es ist für unsere Gesundheit essentiell und enorm wichtig.

Viele Menschen sind daher noch immer verunsichert bzgl. des Sonnenvitamins und wissen nicht so recht, ob sie Vitamin D supplementieren sollten oder nicht.


Mit diesem Beitrag möchte ich allen Personen, die sich noch unsicher sind, die Angst vor Vitamin D ein bisschen nehmen und vielleicht auch ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.


Zunächst einmal gilt:

Wir sind in Deutschland mit Vitamin D eklatant unterversorgt und das nicht nur während der Winterzeit.


Woran das liegt und welche Riskofaktoren dem weit verbreiteten Vitamin D-Mangel zugrunde liegen können, kannst du sehr gerne in meinem Blogartikel
Vitamin D - 5 Risikofaktoren für einen Vitamin D-Mangel nachlesen!


Diese bei den meisten in Deutschland lebenden Menschen ganzjährig vorherrschende Unterversorgung mit Vitamin D, hat jedoch weitreichende Folgen sowohl für unsere körperliche als auch unsere psychische Gesundheit.

Insbesondere in den Herbst- und Winterzeit treten bekanntermaßen jedes Jahr vermehrt Erkältungen, virale Infekte und auch Winterdepressionen auf.

Mittlerweile konnte eine Vielzahl von Studien belegen, dass eine adäquate Versorgung mit Vitamin D einen adäquaten Schutz sowohl vor Infekten als auch Winterdepressionen bietet.


Aber warum ist denn die Versorgung mit Vitamin D vor allem in den Wintermonaten scheinbar so schwierig?

Während der Frühlings- und Sommerzeit (April bis September) können wir das Vitamin D3 über

die Sonne in der Haut selbst bilden und unsere Vitamin D3 Speicher so auffüllen. 

Von diesen Speichern zehren wir dann in der Herbst- und Winterzeit.

Denn:
Zwischen Oktober und März ist eine Vitamin D3 Bildung über die Sonne in unseren Breitengraden nicht möglich, sodass wir spätestens ab November mit einer Supplementierung von Vitamin D beginnen und diese bis mindestens April auch beibehalten sollten.

Andernfalls ist der Vitamin D-Mangel im Frühjahr des neuen Jahres bereits vorprogrammiert.


Bei manchen Menschen kann es darüber hinaus auch sinnvoll sein, Vitamin D ganzjährig zu supplementieren, z.B. dann wenn wir uns z.B. berufsbedingt nicht ausreichend in der Sonne aufhalten können.


Praxistipp:

Ich empfehle Vitamin D (OH 25-Vitamin D) mindestens 1x/Jahr (entweder im September oder im Februar) unter laborärztlicher Kontrolle über ein Blutbild kontrollieren zu lassen, um seinen Vitamin D-Spiegel gut im Blick zu behalten. 

Gerne berate ich dich im Rahmen einer Mikronährstoffberatung noch ausführlicher über die gesundheitlichen Vorteile des Vitamin D sowie weiterer wichtiger Aspekte bei der Auffüllung deines Vitamin D-Speichers.


Warum ist Vitamin D jetzt so wichtig für unser Immunsystem?

Das Vitamin D ist in der Lage, Entzündungen in unserem Körper herunter zu regulieren. Es beeinflusst in einem großen Maße die T-Helfer-Zellen unseres Immunsystems und hilft uns dabei, die Th1- und Th2 Helferzellen im Gleichgewicht zu halten.

Bei Entzündungs- und Autoimmunprozessen beispielsweise liegt immer eine Dysbalance zwischen dem Th1- und dem Th2- System vor.

Darüber hinaus unterstützt uns das Vitamin D auch dabei, Entzündungsreaktionen im Körper (ausgelöst durch Botenstoffe, wie z.B. Zytokine) in Schach zu halten.


Außerdem ist unser Körper bei einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D in der Lage die beiden Stoffe Defensin und Cathelicidin zu bilden.

Hierbei handelt es sich um antibiotikaähnliche Stoffe, die dafür sorgen, dass sowohl Bakterien als auch Viren und andere Schädlinge in unserem Körper angegriffen und besser unschädlich gemacht werden können.


Und wie unterstützt das Vitamin D mich dabei, mich psychisch ausgeglichener zu fühlen?

Ein ausreichend hoher Vitamin D Spiegel beeinflusst nicht nur unseren Körper und unser Immunsystem in positiver Weise. Es wirkt sich darüber hinaus auch auf unsere Psyche und unser emotionales Wohlbefinden in positiver Form aus.

So ist Vitamin D beispielsweise an der Serotoninsynthese in unserem Gehirn und unserem Darm beteiligt.

Serotonin ist ein ganz zentraler Neurotransmitter, der dafür sorgt, dass wir uns ausgeglichen und glücklich fühlen können.

Ein Serotoninmangel geht beispielsweise nachgewiesenermaßen mit der vermehrten Zunahme von Ängsten, Panikattacken, Depressionen sowie Schlafstörungen einher.

Somit stellt dieser Mikronährstoff (neben ein paar weiteren) eine ganz zentrale Säule im Rahmen der Stressbewältigung- und Burnout-Prävention sowie der Stabilisierung unserer psychischen Gesundheit dar.


Worauf sollte ich im Rahmen einer Vitamin D-Supplementierung noch achten?

Wichtig in Bezug auf die erfolgreiche Vitamin D- Supplementierung ist, auch an die Co-Faktoren Magnesium, Vitamin K2 und Vitamin A zu denken.

Denn nur, wenn diese sogenannten Co-Faktoren in ausreichender Menge vorhanden sind, kann die Vitamin D-Synthese in unserem Körper auch reibungslos funktionieren und unsere Gesundheit so in positiver Weise beeinflussen.

Wenn du mehr über die gesundheitlichen Vorteile das Vitamin D für deine körperliche und mentale Gesundheit erfahren möchtest, empfehle ich dir, eine Mikronährstoffberatung zu buchen.

In diesem Rahmen kann auch eine vertiefende Beratung zu weiteren Mikronährstoffen erfolgen.


Ich freue mich auf dich,

Justin

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